Frohe Weihnachten

Achtsamkeit | 14. Dezember 2025

Die Adventszeit schreitet voran und irgendwie scheint der Dezember jedes Jahr schneller zu werden. Ganz anders als früher, als Kind, als es sich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt hat, bis Heiligabend endlich da war. Ein Türchen nach dem anderen am Adventskalender. Warten, staunen, sich freuen.

Heute sieht der Dezember oft anders aus: alles noch vor dem Jahresende abschließen, Geschenke besorgen, allen gerecht werden, am besten noch alle Freunde treffen. Weihnachtsfeier hier, Christkindlmarkt da. Was eigentlich eine der schönsten Zeiten im Jahr sein könnte, wird schnell hektisch und voll. Dabei sehnt sich doch ein Teil von uns genau jetzt nach Ruhe, nach Wärme, nach Rückzug. Nach Zeit zum Durchatmen, Einkuscheln und Einfach-sein.

Damit die Feiertage für dich vor allem eines werden, entspannt und eine wirklich schöne Zeit mit deinen Liebsten, möchte ich mit dir teilen, was mir hilft.

  • Grenzen bewusst setzen.
    Ich überlege mir vorher ganz klar: Worüber möchte ich sprechen? Worüber nicht? Wie lange bleibe ich wo? Wann ziehe ich mich zurück? Und wo kann ich mir kleine Inseln nur für mich schaffen, selbst in Gesellschaft? Vielleicht ein kurzer Powernap, zehn Minuten Stille, ein Spaziergang an der frischen Luft. Wir müssen nicht rund um die Uhr beisammensitzen. Wenn du dir Raum nimmst, kannst du mit mehr Freude wieder zurückkehren.
  • Zusammenhelfen statt alles allein stemmen.
    Egal, ob du Gastgeberin bist oder eingeladen: Niemand muss alles alleine organisieren, planen, kochen und vorbereiten. Wo können Aufgaben geteilt werden? Wo darf Unterstützung ganz selbstverständlich sein?
    Und auch hier die ehrliche Frage: Muss es wirklich immer das große Fünf-Gänge-Menü sein? Oder entsteht der meiste Stress nicht oft aus unseren eigenen Erwartungen?

    Vielleicht darf es dieses Jahr einfacher sein. Oder ganz anders. Oder ihr geht gemeinsam essen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Die entscheidende Frage ist: Wie darf es sich für dich in diesem Jahr anfühlen?
  • Steig aus alten Rollen aus.
    Vielleicht bist du sonst die, die zuhört, vermittelt, Verständnis hat, Harmonie herstellt. Dieses Jahr darfst du das loslassen. Du musst niemandem etwas erklären, beweisen oder ausgleichen. Du darfst einfach da sein. Und nein, es muss nicht alles harmonisch sein. Nicht jeder muss sich verstehen. In dem Moment, in dem du aufhörst, für die Stimmung aller verantwortlich zu sein, wird es leichter. Du bist nicht zuständig für das emotionale Klima der anderen.
  • Halte inne und reagiere langsamer.
    Familie triggert. Schnell. Oft sind es genau die Menschen, die uns am nächsten stehen, die bestimmte Knöpfe drücken. Mach innerlich eine Pause, bevor du antwortest. Ein bewusster Atemzug. Ein Schluck Wasser. Gelassenheit entsteht oft nicht durch kluge Worte, sondern dadurch, nicht sofort zu reagieren.

Gelassenheit an Weihnachten heißt nicht, dass immer alles friedlich ist oder sich alle verstehen. Nimm hier den Druck raus. Oder, um es mit den Worten von Charlie Chaplin zu sagen, die er an seinem 70. Geburtstag formulierte:

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikte und Probleme mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: Das ist das Leben!

Ich wünsche dir von Herzen frohe Weihnachten. Vor allem wünsche ich dir ruhige, erholsame Feiertage, Momente des Durchatmens und das gute Gefühl, ganz bei dir zu sein. Möge es dir gut gehen und möge ein wundervolles, freudvolles neues Jahr 2026 auf dich warten.

Von Herzen alles Liebe
Deine Geli  💛

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